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Seenotsender – Sicherheit auf hoher See
Seenotsender, auch als Notfallsender bekannt, sind unverzichtbare Geräte für die Sicherheit auf dem Wasser. Sie ermöglichen die Ortung, Alarmierung und Rettung von Personen, die in Seenot geraten oder über Bord gehen. Im boatoon.com Shop finden Sie hochwertige Seenotsender führender Marken wie sMRT, Ocean Signal, McMurdo und Weatherdock zu attraktiven Preisen.
Notfallsender und Mensch-über-Bord-Systeme: Rettung im Seenotfall
Wann kommen Notfallsender zum Einsatz?
- Brand an Bord
- Wassereinbruch oder drohendem Sinken
- Manövrierunfähigkeit durch technische Defekte
- Evakuierung in eine Rettungsinsel
Welche Arten von Notfallsendern gibt es?
- AIS-Notfallsender (Automatic Identification System): werden von umliegenden Schiffen empfangen und erleichtern die schnelle Rettung.
- EPIRB (Emergency Position Indicating Radio Beacon): satellitengestützte Seenotfunkbaken, die weltweit Rettungsleitstellen alarmieren.
- PLB (Personal Locator Beacon): personenbezogene Notfallsender, die unabhängig vom Schiff funktionieren.
- Radar-Transponder (S.A.R.T.): senden ein Signal an Schiffsradare und machen die eigene Position sichtbar.
- MOB-Systeme: lassen sich in die Bordelektronik integrieren und schlagen Alarm, sobald ein Crewmitglied über Bord geht.
Warum sind Notfallsender so wichtig?
Ein Notfallsender stellt sicher, dass Ihre Position präzise übermittelt wird – egal ob an umliegende Schiffe oder an internationale Rettungsleitstellen. Damit erhöhen Sie die Sichtbarkeit und Überlebenschancen im Seenotfall erheblich.
EPIRB und PLB-Seenotsender: Notfallsignal über Satellitensysteme
EPIRB (Emergency Position Indicating Radio Beacon – Funkbake zur Kennzeichnung der Notposition) und PLB (Personal Locator Beacon – Persönliche Lokalisierungs-Bake) gehören zur wichtigsten Sicherheitsausrüstung auf See. Beide Systeme senden im Seenotfall ein Notrufsignal über das COSPAS-SARSAT-Satellitensystem, das bereits 1982 speziell für weltweite Notfallmeldungen eingerichtet wurde.
Funktionsweise von EPIRB und PLB
Wird ein Alarm ausgelöst, übermitteln die Geräte auf der 406-MHz-Frequenz sowohl die Position als auch eine Identifikation an Satelliten im Empfangsbereich. Diese leiten das Signal an eine der weltweit über 40 Bodenstationen weiter. Von dort wird die zuständige Seenotleitung (MRCC) informiert, die umgehend die Rettung einleitet.
Zusätzlich senden EPIRB und PLB auf der 121,5-MHz-Homing-Frequenz Peilsignale, die von Rettungskräften – z. B. SAR-Helikoptern oder der DGzRS – genutzt werden, um die Position gezielt anzusteuern.
Unterschiede zwischen EPIRB und PLB
EPIRB (Schiffsbezogen):
- Einer bestimmten Yacht oder einem Schiff zugeordnet – unabhängig davon, wie viele Personen an Bord sind.
- Kann automatisch aktiviert werden, z. B. beim Untergang des Schiffes.
- Sendet innerhalb von Sekunden ein Notsignal – mit einer Sendedauer von 48 bis 96 Stunden.
- Muss in Deutschland bei der Bundesnetzagentur registriert werden, die eine Frequenzzuteilung ausstellt.
- Bestandteil des internationalen GMDSS (Global Maritime Distress and Safety System).
PLB (Personenbezogen):
- Immer einer Person zugeordnet, nicht einem Schiff.
- Besonders geeignet für Segler oder Crewmitglieder, die häufig auf verschiedenen Yachten unterwegs sind (z. B. Überführungstörns).
- Registrierung in Deutschland nicht möglich – Anmeldung nur im Ausland (z. B. Großbritannien).
- Klein, handlich und direkt am Körper tragbar.
GPS-Unterstützung für präzise Ortung
Sowohl EPIRB als auch PLB gibt es mit integriertem GPS-Empfänger. Dadurch wird die übermittelte Position auf ± 62 Meter genau bestimmt. Ohne GPS beträgt die Abweichung etwa ± 5 Kilometer.
Fazit: Lebensrettende Technik für Yachten und Crew
Ob auf Hochsee, bei Überführungstörns oder auf längeren Offshore-Passagen – EPIRB- und PLB-Notfallsender erhöhen die Sicherheit an Bord erheblich. Während EPIRBs vor allem für Yachten und Schiffe vorgeschrieben oder dringend empfohlen sind, bieten PLBs eine flexible Lösung für einzelne Crewmitglieder. Beide Systeme sind weltweit einsetzbar und im Ernstfall oft der entscheidende Faktor, ob Hilfe rechtzeitig eintrifft.
AIS-SART Seenotsender: Notfunksender für Rettungswesten und Rettungsinseln
Ein AIS-SART (AIS Search and Rescue Transmitter) ist ein moderner Seenotsender, der im Ernstfall über das Automatische Identifikationssystem (AIS) funkt. Er übermittelt die exakte Position im Seenotfall und alarmiert alle Schiffe, Yachten und Küstenfunkstellen in Reichweite, die mit AIS ausgerüstet sind.
Funktionsweise eines AIS-SART
Wird ein Notruf ausgelöst, erscheint auf den Kartenplottern oder Radarbildern umliegender Schiffe ein deutlich erkennbares Symbol – ein Kreis mit Kreuz –, das auf die Notlage hinweist. Zusätzlich kann der AIS-SART ein akustisches Signal abgeben, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen.
AIS-SART im MOB-Fall (Mensch über Bord)
Besonders wertvoll ist der Einsatz bei einem Mensch-über-Bord-Manöver (MOB):
- Fällt eine Person ins Wasser, wird ihre Position per AIS laufend aktualisiert.
- Auf dem eigenen Kartenplotter lässt sich die genaue Position der über Bord gegangenen Person jederzeit verfolgen.
- Eine automatische Aktivierung ist bei vielen Modellen möglich.
Damit erleichtert AIS-SART die schnelle und präzise Ortung von Personen im Wasser, aber auch von Rettungsinseln oder Rettungsbooten.
AIS-SART für Yachten und Sportboote
Für Yachten und Sportboote mit bereits installiertem AIS-Empfänger ist keine aufwändige Nachrüstung notwendig. Jeder AIS-SART-Sender lässt sich direkt in die bestehende Bordelektronik einbinden.
Ein vollständiges MOB-Sicherheitssystem für die Crew kann aufgebaut werden, indem jedes Crewmitglied einen eigenen AIS-SART-Notrufsender trägt. Dieser löst beim Überbordgehen automatisch Alarm aus – auch in der Nacht oder bei Einzelwachen – und informiert sofort die Crew an Bord.
Vorteile von AIS-SART Seenotsendern
- Schnelle Ortung und Rettung im Notfall
- Direkte Anzeige auf Kartenplottern und Radarsystemen
- Einfache Integration in vorhandene AIS-Systeme
- Erhöhter Schutz der Crew, besonders bei Nacht oder schlechtem Wetter
- Kombinierbar mit Rettungsnetzen oder Rettungssegeln für ein komplettes MOB-System
Radar-S.A.R.T.: Notrufsignal und Peilsignal über Radar
Ein Radar-S.A.R.T. (Search And Rescue Transponder) ist ein Seenotsender, der im Ernstfall von großer Bedeutung für die Ortung von Havaristen ist. Anders als AIS-Sender funkt er nicht dauerhaft, sondern wird erst dann aktiviert, sobald er von einem Radarstrahl erfasst wird.
Funktionsweise eines Radar-SART
Wird ein Radar-SART aktiviert, sendet er ein eigenes Peilsignal, das von den Radarsystemen umliegender Schiffe und Seenotrettungseinheiten empfangen werden kann. Dabei übermittelt er sowohl Richtung als auch Entfernung, sodass die Position der Havaristen gezielt angepeilt werden kann.
Auf den Radarbildschirmen der Rettungseinheiten erscheinen unterschiedliche Symbole, je nach Distanz zum Radar-SART:
- Über 5 Seemeilen Entfernung: Darstellung von Strichen oder Punkten mit einem Abstand von jeweils 0,64 Seemeilen.
- Zwischen 1 und 5 Seemeilen Entfernung: Anzeige eines Kegels, der die Position markiert.
- Unter 1 Seemeile Entfernung: Darstellung von Voll- oder Halbkreisen, die die exakte Ortung erleichtern.
Einsatzbereiche von Radar-SART Seenotsendern
Radar-SART-Sender kommen vor allem bei Rettungsinseln, Yachten oder kleineren Booten zum Einsatz, wenn die Ortung durch Radar erfolgen soll. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der internationalen Seenotrettungssysteme (GMDSS) und ergänzen EPIRB- oder AIS-SART-Sender sinnvoll, da sie unabhängig von Satelliten funktionieren.
Vorteile eines Radar-SART
- Einfache Ortung über Radarsysteme in der Umgebung
- Sofortige Aktivierung, sobald er von einem Radarstrahl erfasst wird
- Visuelle Darstellung auf Radargeräten zur präzisen Navigation zur Unglücksstelle
- Robust und zuverlässig, auch bei schlechtem Wetter und ohne Satellitenabdeckung